Herzlich Willkommen beim Lichtenstein-Gau!

Der Lichtensteingau umfasst einen großen Teil des vom Neckar bis zur Donau reichenden Landkreises Reutlingen, und zwei Gemeinden im Landkreis Tübingen.

Hauptattraktionen sind das durch Wilhelm Hauffs Roman bekannt gewordene romantische Schloss Lichtenstein, welches diesem Gau seinen Namen gab, sowie die in der Nähe liegenden Tropfstein-Höhlen wie Bärenhöhle und Nebelhöhle und die am Fuße des Schlosses liegende Olgahöhle, eine Tuffsteinhöhle, welche von der Albvereins-Ortsgruppe Honau instandgehalten und betreut wird.

Zum 25jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins wurde, auf dem höchsten Berg der Stadt Reutlingen der Rossberg-Turm mit Wanderheim gebaut. Vom Turm erblickt man schon den nächsten Albvereinsturm, den Schönbergturm bei Pfullingen, eine geniale Konstruktion, im Volksmund „Unterhos“ genannt. Am Neckar bei Pliezhausen bietet der Zweieichenturm einen wunderschönen Blick auf die „Blaue Mauer“ der Schwäbischen Alb.

Im Albvorland erhebt sich der Georgenberg, dessen Gipfel in Albvereinsbesitz ist. Albeinwärts stehen im Gaugebiet weitere Albvereins-Aussichtstürme, der Augstbergturm bei Trochtelfingen und bei Gomadingen der Sternbergturm mit Wanderheim. Weitere Wanderstützpunkte sind das Albvereins-Wanderheim Eninger Weide bei St. Johann und die unter Mithilfe des Lichtensteingaues zum Wanderheim umgebaute Burg Derneck im romantischen Lautertal.

Allen Wanderern bietet der im Jahre 1892 gegründete Lichtensteingau mit seinen 35 Ortsgruppen und ihren rund 10 000 Mitgliedern, mit über 1 200 Jugendmitgliedern alljährlich ein großes und vielfältiges Angebot an Wander- und Kulturveranstaltungen und Skiausfahrten.

Ehrenamtlich tätige Gau- und Ortsgruppenmitarbeiter betreuen über 500 km Wanderwege und den 100 km langen Burgen-Wanderweg, welcher vom Neckar quer über die Alb zur Donau führt. Dies ist für die Wegbetreuer eine ständige Aufgabe. Ebenso der Erhalt und die Pflege vieler Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete durch die Naturschutz-Mitarbeiter.

Was alles an Brauchtum erhalten geblieben ist, wird liebevoll gepflegt. In Volkstanz- und Folkloregruppen, Musikgruppen und Orchestern, Gesangsgruppen und Frauen in Lichtstuben, wird aktive Arbeit geleistet. Wer kennt nicht die „Betzinger Tracht“ eine der schönsten überhaupt. Für die Nachwelt wird diese, neben weiteren Trachten des Landes, im Trachten-Museum des Schwäbischen Albvereins in Pfullingen erhalten und auch heute noch bei entsprechenden Anlässen von Albvereinsmitgliedern getragen.

Das von der Albvereins-Ortsgruppe Betzingen betreute Dorf- und Heimatmuseum gibt interessante Einblicke in die einstige ländliche Kultur und Lebensweise im Reutlinger Raum.

Die vielgestaltige Landschaft im Lichtensteingau, wie auch die kultur- und kunstgeschichtlichen Gegebenheiten, lassen also für den Heimat- Natur- und Wanderfreund keine Wünsche offen.

Wo liegt nun der Lichtensteingau? Nach Gustav Schwab: „Dort wo die Alb am schönsten ist.“